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Goodbye

Time to say Goodbye!

Ich hatte mir in dem Hotel-Lounge-Zimmer einen Milked-Coffee bestellt. Es kam ein Cappuccino und…alter Schwede, war der geil!! Ein richtig leckerer Cappuccino nach 3 Monaten, der zerging förmlich auf der Zunge! Und es wurde noch besser! Ich stellte mich unter die Dusche und es war eine, im Gegensatz zu der Guesthouse-Dusche, die am Schluss ja gar nicht mehr funktionierte und man den Kakerlaken-Fang-Becher zum Wasserbenetzen brauchte, mit intaktem riesen Duschkopf, eine richtiger Strahl, der da raus kam…und er war warm!!! Was ein Genuss, die erste richtige, warme Dusche nach Monaten…ich wollte gar nicht mehr unter dieser raus kommen!

Nach 6 Stunden war der Traum leider vorbei und ich musste raus (aus dem Zimmer, die Dusche habe ich nicht solange okkupiert).

Naja, waren ja dann nur noch 6 weitere, da ich erste Stunde wartend und laufend und suchend in dem Arrivalbereich verbrachte. Nachdem ich dann endlich durch die Sicherheitszone durfte (der Typ an dem Ausreiseschalter: „You did a movie in India?“, „No, I work as a volunteer. Theater-work. But I would love to do a movie here!“, “O.k. Next time in India, you do movie! Goodbye!”) vorbei an Flughafenangestellten, die in Mülleimer rotzten (ob sie wohl den Eimer für Recylebares benutzt haben?), habe ich nach einem kleinen Snack, den ich gegessen habe, den wohl unchaiischten Chai-Tee Indiens getrunken! Sie brachten mir irgendeinen Tee mit irgendwelchen Gewürzen und warme Milch, um diese reinzumischen…dabei weiß doch jeder Inder, ich mal eingeschlossen, das ein Chai MIT der Milch gekocht werden muss und mindestens 3 mal aufkochen muss…Mensch, Mensch, Mensch, Leute, Leute , Leute…

Irgendwann gingen auch diese Stunden vorbei (NUR zur Erinnerung: 13) und ich saß, allerdings 1 Stunde später als geplant im Flieger. Etwas grummelig sah ich auf die Uhr, da meine Anschlusszeit in Frankfurt sehr knapp, nämlich: 1 Stunde war. Und dann kam auch nicht die Durchsage des Kapitäns, dass wir noch nicht starten können, da Usbekistan den Überflug verweigerte…yeah, yeah, yeah… Doch dann entschied der Pilot einfach mal zu starten und spontan über eine neue Flugroute nachzudenken, was mir sehr entgegen kam!

 Dann ging es los…und endete nach über 8 Stunden in Frankfurt: Baby-und Kindergebrüll. Am Stück schrien sich 2 Winzmenschen im gegenseitigen Battle sich die Stimme aus dem Leib! Es war schrecklich, ich bin nicht zum Schlafen gekommen! Dank leichter Medikation bin ich nicht ausgerastet, aber kurz vorm Gewalttätigwerden war ich schon…natürlich nicht gegen die Babys, aber die Mütter wären nicht davon gekommen. Auch wenn ich mir jetzt den Hass aller Eltern zuziehe (ist ja eh mein letzter Blogeintrag, da kann ich mal ein wenig provozieren), es gibt doch sicher Vorkehrungen um den Kleinen den Flug erträglicher zu machen (und allen anderen Fluggästen), irgendwelche leichte Beruhigungsmittel (war da nicht was mit Schnuller in Wiskey tauchen…o.k., lassen wir da) wird es doch geben, so war es doch auch für die Schreihälse eine stundenlange Tortur!!

In Frankfurt sollten wir eigentlich im Bereich A landen, da sollte auch mein letzter Flieger, der nach Hamburg starten. Wir holten eine halbe Stunde auf, so war es zwar möglich den Flug zu bekommen, aber fraglich, ob ich es auch wirklich schaffe! Wir landeten allerdings im Bereich B und das ziemlich hinten und mein Anschlußflug wurde auch verlegt, und dass natürlich nicht auf ein näheres gate, sondern von A13 nach A23 also ein weiterer lustiger, freudiger Weg. Noch dazu kam, dass überall Bereich A ausgeschildert war, wa mich völlig irritierte und ich irgendeinen der angezeigten Wege langging und ich sicher die bekannteste Route, um zu meinem Zielgate zu kommen, genommen habe. An der erneuten Sicherheitskontrolle war ich diejenige, die diese fast verlor. Ich wurde richtig pampig, als ich auch noch meinen Schal ausziehen sollte. „Meinen Schal, wieso das denn?“ und als ich den Trolly nicht einfach so aufs Band, sondern ebenfalls in eine Kiste packen sollte, meinte ich nur „So ein Schwachsinn!“. Trotzdem liesen sie mich durch und total nassgeschwitzt und in der festen Annahme „Die nehmen mich nicht mehr mit!“ kam ich keuchend und zitternd am Gate, an dem der Flug schon nicht mehr angezeigt war, an. Doch sie machten eine Ausnahme und da der Economy-Eingang schon zu war, enterte ich vorne in der Business-Class den Flieger und das ganze Flugzeug durfte an meinem Odeur ala „Alter Schwede, was für ein atem(be)raubender Gestank!“ teilhaben. Ich versuchte mich so wenig wie möglich zu bewegen und meine Arme zu heben, war nicht immer möglich und ich wusste: „Wenn man sich schon selber riecht, dann ist es besonders schlimm!“

 Und dann war ich da (das ich nicht Rosengleich duftete wurde mir von meinem Mann ziemlich schnell bestätigt). Weinend vor Freude lag ich in seinen, Blumen haltenden, Armen und fühlte mich gleich zuhause und richtig! Richtig, hier gehör ich hin! Richtig, ich liebe die Jahreszeiten! Richtig, ich liebe die Farbe Grau…jawohl und Winderklamotten! Und, richtig, ich kann wieder Menschen angucken, ohne gleich Hintergedanken angedreht zu bekommen.

Ihr Lieben, meine Zeit als Voluntär ist vorüber! Ich würde es jeder Zeit wieder machen! Wie stark und beeinflussend die Eindrücke waren, muss ich den meisten ja nicht erzählen…

Die wunderbaren Menschen, die ich getroffen habe, werden immer einen Platz in meinem Herzen haben und wer weiß eines Tages…

 Ich danke Euch, dass ich immer treu an meiner Seite wart, das hat mir oft Kraft gegeben und ließ mich nie alleine fühlen!

 Die liebgewonnene Angewohnheit des Blog-Scheibens wird mir schwer fallen, aber alles hat ein Ende (nur die Wurst hat zwei…tatatahhaahaakaklllaalalala)…

 Ein letztes Mal: Namaste und lasst es Euch gut gehen!