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Noch 10 Tage…

Die Nacht war lang und schön, bis ich durch Krämpfe geweckt wurde…Monatsbeschwerden…jut, so isses nun ma! Da es leider erst 7 Uhr war und ich danach auch nicht mehr einschlafen konnte, war es das also mit dem Ausschlafen. (Aber morgen hab ich ja noch mal eine Chance!)

Ich glaube, die anderen Voluntäre finden mich nur noch komisch. Da ich so Schmerzen hatte, sagte ich beim Frühstück wieder nichts und aß so in mich rein und es schien keinen mehr zu stören…sie kenn mich halt nicht anders (gut, wenigstens für sie bin ich nicht anders und verändert…ich hab so mit meinem Wiedererkennungswert allerdings Probleme…). Aber die Gespräche waren es auch nicht wert sich einzumischen (vor allem, weil eine ja eh alles (besser) wusste).

Draußen scheint wieder eine amerikanische (die anstrengendsten Reisenden von allen) Touristengruppe angekommen zu ein. Es ist ein Geschrei und es schallt ein „Fantastic, unbelievable, oh my God“ durch das kleine Guesthouse, dass fast die Wände vibrieren.

 Nach dem Frühstück fand ich den Sinn und die Raffinesse (und das nach fast 3 Monaten!) unseres kleinen Bade raus: Zeit sparen heißt das Zauberwort! Ich konnte mir wunderbar, auf dem Klo sitzend die Beine rasieren und ärgerte mich, dass mir diese Feinheit, diese Cleverness des Architekten vorher entgangen war…wie viel kostbarer Zeit hätte ich sparen können?!?

Dann gingen wir hoch zu den Mädchen. Mir war es zwar komplett schwindelig, aber da es Katis letzter Samstag ist bin ich mit hoch. Angesichts des Festivals tanzten sie einen Stocktanz bei dem sie sich zu zweit mit kleinen Stöcken abklatschen, sich drehen und dann wieder die Stöcke aneinander schwingen (das ist jetzt ja wohl sehr verständlich erklärt…keine Widerrede!). Ich wurde dann auch die die Kunst dieses Volktanzes eingeführt…meine Finger sind noch dran, doch am Anfang hab ich mich wirklich recht dämlich angestellt…am Ende hatte ich den Schwung einigermaßen raus, ich musste allerdings aufhören, da es nicht grade ein Unschwindel fördernder Tanz war. Doch dann wurde ich nochmal gebeten zu tanzen ( diesmal dann allerdings ohne Stab und nachdem ich aus dem Stand in den Spagat, mehr oder weniger, sprang, hab ich zwar eine Bänderdehnung, dafür aber auch den Ruf einer geborenen Tänzerin weg! Abstriche muss hier jeder machen!

Beim Mittagessen habe ich erfahren, das K.-G., die mit den Krätze-Kindern arbeitet, genau wegen einem Krankheitsbild das auf diese passt, beim Arzt war. Der hat die Krätze ausgeschlossen, da die Pusteln an nicht typischen  Stellen wären (by the way: mein Hausarzt in Darmstadt fand damals nicht raus, dass ich Hepatitis A hatte, da ich nicht gelb im Gesicht war…noch Fragen?!)…

Da mein Kreislauf nicht unbedingt auf der Höhe  und meine Bauchkrämpfe nicht verschwunden und es sowieso genug Voluntäre fürs Boarding House waren, war ich so frei und nahm mir den Nachmittag frei. Im Bette liegend sortierte ich Bilder für meine „Das bin ich!“-Foto-Präsentation am Freitag und bekam darauf folgend tierisches Heimweh…was mich die letzte verbliebe Riesenschokolade meines Papas verschlingen lies. Das Heimweh war danach zwar noch da, die aufkommende  Übelkeit ließ sie mich allerdings etwas vergessen. Das wird ein schöner Vortrag und mir wurde erneut bewusst, wie schön ich es auch habe. Eingesperrt in diesem Guesthouse-Käfig ersehne ich die Freiheit und die letzten 10 Tage kommen mir endlos lang vor (oh, ich freu mich sooooooooo!!)! Schlafen konnt ich dann nicht, aber skypen mit der lieben Schwester, was absolut zu bevorzugen war!

Und dann ging es los…wie eine Herde Trampeltiere stürmten die 18 Touristen das Guesthouse. Laut wie 50, nervig wie 100 erobern sie die Fläche und belegen die Plätze meines momentanen Zuhauses, so dass ich weder meine Cola aus dem Kühlschrank holen konnte, noch die Tür auflassen kann (denn der Tisch steht ja genau vor unserm Eingang).

Amy hat mich gefragt, ob ich mit Tanzen gehen will. Meine Kreislauflage abschätzend, hab ich mich für ein „Nein“ entschieden, aber nächste Woche ist ja auch noch ein Tag…ähh, natürlich sieben Tage… Amy ist dann wohl jetzt allein los…sehr mutig in Indien…aber sie macht das schon!

Die Gruppe wird lauter und lauter…solang sie nicht zu singen anfangen…ich hasse Touristen (für mich entpuppen sie sich grade auch eher als Terroristen!)! Pfeifen ist übrigens nicht besser als singen, nur so als Tipp!! (Ich befürchte, das ersehnte Ausschlaf-Vorhaben morgen früh kann ich mir abschminken!)

Und während sie essen, scheint es mir sind sie alle nebenbei noch online…ist ja kostenlos…denn ich kann mal wieder keine Seite laden…Danke, Ihr Deppen!

Habe eben erfahren, dass einige auf dem Dach nächtigen werden…gut, da die Sonne um 6 Uhr aufgeht, ist die Sonntagsmorgenruhestörung schon vorprogrammiert!

Yippieeeeeeee!

 

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