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Petze, Petze ging in Laden…

Ein Stromausfall nach dem nächsten…

Haben jetzt die Boarding -House-Kinder „durchgesprochen“, die Akte kann nun von uns an die Nächsten weitergegeben werden. Das hört sich an…ich bin doch noch über einen Monat hier (aber ich muss zugeben, die Zeit vergeht echt schneller!).

Eben ist mir erneut aufgefallen, dass ich nun wirklich nicht als „geselliger Voluntär“ bezeichnet werden kann…bin oft die erste beim Essen und zu viele der anderen am Tisch sind mir einfach zu viele! Egal ob Frühstück, Mittag- oder Abendessen, wenn ich fertig bin, steh ich meist auf und geh. Ich hab keine Lust auf Gespräche, die sind mir zu anstrengend… So kenn ich mich nicht, aber ich hab in Indien eh schon einige interessante Züge (wir sprechen nun nicht von der Bahn…die, wie ich in meiner Abgeschiedenheit gelesen habe, ja schon wieder teurer werden soll!?) an mir entdeckt!

(Das Fernbleiben meinerseits ist aber nicht der Grund meines fehlenden Informationsstatus. Die 2 anderen Damen verschwinden immer auch sehr schnell in ihre Ecke.)

Der Workshop lief ganz gut. Ist halt noch sehr anstrengend so am anfänglichen Anfang mit Anfänger…

Bevor wir ins Boarding-House sind wurden wir, diesmal live, Zeuge von erneuten Intrigen! Z.-G. hat tatsächlich Fares gepetzt, dass K.-G. mit einem Inder einen Tee in seinem Shop (!) getrunken hat! Und seit dem es vor 1 nem Monat Probleme wegen eines amourösen Ausrutschers einer Ex-Granny (sie ist immer noch „alt“, aber nicht mehr in der Organisation) gab, und Fares nun ein gebranntes Kind ist, laufen seine Schräubchen im Kopf bei so einer Schlagzeile natürlich auf Hochtour. Und aufgegeilt (ich finde einfach kein anderes Wort!) hat sich Z.-G. daran, dass sie der Überbringer war! Es war schrecklich. Kati konnte sich glücklicherweise zusammen nehmen und hat versucht die Gemüter zu beruhigen. Ich war allerdings so kurz vorm Explodieren, ich sagte Sachen wie: er kann allen vertrauen, auch die Gemüter der beiden Grannys, die sich spiegeln, haben sich beruhigt (das wäre ihm auch schon positiv aufgefallen…er bezieht es allerding auf sein Intervenieren…gut, wenn es ihm dann besser geht…) und das seine Ansage, die er bei dem Meeting vor 1 Monat gemacht hatte, auf Grund seiner noch frischen Verärgerung zwar gerechtfertigt, allerdings viel zu heftig war. Es wurde dann von R., Z.-G. und Fares noch auf uns eingeredet (der einzige der nett war, war Fares), weil wir, bzw. eher Kati, da ich Z.-G. fast an die Gurgel gesprungen wäre und nur auf ein falsches Wort gewartet habe (gut, da kamen zig falsche Wörter raus, aber keins an mich direkt gerichtet, dann hätte ich auch mal erzählen können, wie sie vor 2 Monaten damit angab, dass alle Verkäufer und Männer sie in Jodhpur kennen würden, bla, bla, bla (nicht zu vergessen eine Situation bei der sie, auf so was von Fares angesprochen wurde, dann auf mich ausgestrecktem Finger zeigt und sagte: „Die ist noch viel schlimmer!“ Hä?? Ich war da grad 2 Tage da und war in EINEM Geschäft (in dem man sie übrigens kannte und ich auf sie angesprochen wurde!)…Ich hätte e schon damals wissen müssen, allerdings bin ich bei  solcher Heimtücke immer sehr naiv und raffe es nicht…)), wir wurden ständig korrigiert und dann wurde uns doch tatsächlich mitgeteilt, da Fares den anderen nicht traut, sollen wir nach der Abreise der beiden Heimtück-Grannys,  an ihrer Stelle fungieren… Na super, Kati und Ankel die Superspione oder was?? Nee, nee, das kann er mal knicken! Aber ich denke, wenn erst mal ein bißchen Ruhe eingekehrt ist, also spätestens nächsten Montag, dann können wir mit  Fares normal und anständig reden! Und ihn mal über die Situation der letzten Monate aufklären und wie unglücklich alle sind!

Im Boarding-House mussten die Zweitklässler schon wieder für einen Test lernen. Ich habe mir Vishnu geschnappt und Poocha kam später auch zu mir…mal schaun, wie sie morgen abgeschnitten haben, so richtig kapiert haben sie nicht, was sie machen sollten…

Später, zurück im Guesthouse musste ich im Auftrag von Nyrmella mit Fares reden. Er rief mich danach nochmal zurück und sagte mir, dass er hofft, dass Kati und ich seine Ansagen vorhin nicht persönlich genommen haben. Er schätzt uns sehr und hat großen Respekt vor uns und unserer Arbeit. Und wir wüssten gar nicht, was wir mit unserem Projekt alles für die Mädchen getan haben und unser Stück würde ihm immer noch Tränen in die Augen treiben (ja, da waren tatsächlich welche)…Und das alles vor 2 Freunden von ihm…geht doch (oder Show?)!

Hier passiert so viel, ich kann echt nur Bruchtücke aufschreiben…zwischenmenschlich, mit einem selber, während der Arbeit…leider nicht immer gute Erfahrungen…ich versuche die wichtigsten mit Euch zu teilen…

Wenn es sich manchmal nur nach Lästerei anhört, sind es aber die Gefühle und Gedanken, die mir grade durch den Kopf gehen und mir zu schaffen machen. Die gewollte oder ungewollte Negativität und das intrigantes Getue, auch wenn es womöglich unbedacht ist, und die Auswirkungen auf den eigenen Körper und  die Stimmung , allgemein sowie persönlich, ist, vor allem wenn Du weit weg von zuhause bist, nicht zu verachten. Daheim geht man diesen Menschen, wenn möglich aus dem Weg und/oder spricht mit ihnen. Hier ist noch nicht mal eine richtige Aussprache möglich, da die Hackordnung festgelegt wurde und gnadenlos, ohne Rücksicht von Verlusten durchgezogen und leider die Manipulierbarkeit des Chefs voll ausgenutzt wird, dieser es auch nichts merkt, sondern im Gegenteil dazu noch dankbar ist und das Gefühl hat Verbündete zuhaben, und die Kraft zu kämpfen fehlt… man kann sich ja noch nicht mal zurückziehen! Aber: „Alles wird gut und das schon bald!“, will ich doch hoffen.

Habe diesen Text von Kati nochmal absegnen lassen, sie ist ganz meiner Meinung!

 

Guats Nächtle!!

 

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