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No strike today, lalalalalala….

Das ist mal wieder typisch Indien! Entweder man ahnt nichts, will raus und es geht nichts weil es draußen streikt oder der Streik ist angesagt aber niemand macht mit!

 Also: kein Streik! D.h. Susannes Geburtstags-Party steht nix im Wege und auf genau diesen machen sich Kati und ich auch gleich, um einen Sari fürs Ehrenkind zu besorgen (mal sehen, vielleicht kauf ich mir gleich auch einen!?!).

Kati und Ankel lost in Jodhpur. Nachdem wir einen Sari für Susanne (und ebenfalls einen für mich) bei den Marktfrauen erhandelt hatten und in der „Apotheke“ für Mückenschutznachschub besorgt haben (die militärischen Vorräte sind wohl aufgebraucht, es gab nur noch Schutz für Normalos), machten wir uns auf die Suche nach Postkarten für Kati. Wir wurden nach 10 Minuten zufällig fündig („zufällig“…wie „warten“ eines der meist gebrauchten Wörter während meines Aufenthalts), ein CD-Laden hatten welche im Hinterraum versteckt (Postkarten scheinen hier nicht der Verkaufsschlager zu sein…). Dann wurden wir magisch von den Nebenstraßen und Gassen angezogen…indischer, arabischer, 1000 und 1 Nacht Flair lag in der Luft (mit kurzer Unterbrechung als wir an öffentlichen Stehklos vorbeikamen). Immer tiefer wurden wir in diese mystische Atmosphäre reingezogen…bis wir irgendwann gar nicht mehr wussten wo wir waren…alles sah gleich aus, selbst die Menschen…doch die glücklichen Wir kannten die Formel um den Zauberberg zu öffnen! Nachdem „Sesam öffne dich!“ so wenig funktionierte wie „Hokuspokus!“ versuchten wir es mit dem geheimnisvollen Wort: „Clocktower!“ und siehe da, die Tore wurden geöffnet…bzw. die Münder, die uns mit Hilfe von in Bewegung gesetzten Armen und Händen, die Richtung wiesen. Eine der Wegweiserinnen fragte , auf uns deutend: „South-Africa?“ Nee, sorry, Ghana (ich sag doch, dass ich indisch aussehe!)… Sonntag wird ich dann mal alleine die Untiefen Jodhpurs entdecken, ich weiß ja, wie ich wieder raus komm!

Beim Mittagessen haben wir erfahren, dass es mal wieder ein Team-Meeting gibt heut Abend…oh man… Dass es hoffentlich nicht zu lange dauert, gab ich zur Antwort, da schließlich heute Susannes Geburtstag ist und sie diesen feiern will. „Oh…o.k. only half an hour!“, wenn das ne indische halbe Stunde ist, na dann viel Spaß! Außerdem wollte ich heute doch noch die Haare waschen, da wir wieder ins Krankenhaus mit paar Mädchen müssen (mir wurden eben übrigens so nebenbei gesagt, dass am Sonntag beim Arztbesuch dieser meinte, dass Poocha keine Kinderlähmung hätte sondern Skoliose, die zu behandeln wäre…Na gut, bald ist es ja vorbei…mit den zurückgehaltenen Informationen und Machtspielchen…hoffentlich!), gut dann wird halt wieder zusammengehockt… Apropos Team-Meeting, wir haben eben erfahren, dass das Monatsmeeting, das immer (!!!!) am 1. eines Monats stattfindet, diesen Samstag ist! Also NICHT am ersten! Der einzige Tag an dem ich ausschlafen kann… Außerdem habe ich mich gefreut, dass das nächste Meeting ohne 2 Personen stattfindet, ich weiß auch nicht warum sie dabei sein müssen…die flennen die ganze Zeit, erdrücken und verwirren die Kinder damit, es ist eine üble Stimmung im Boarding House und im Guesthouse warten allen, außer Fares, auf ihren Abschied… Hoffentlich verläuft der Tag heute ohne Tränen, dass ist nämlich für die Kinder nicht mehr tragbar! (Abgesehen davon, wenn wir diejenigen wären, die ständig vor den Kindern in Tränen ausbrechen, dann hätten wir die Hölle heiß gemacht bekommen!!).

Es lief ruhig ab im Boarding-Home. Dann sind wir mit 3 Kindern ins Krankenhaus. Ich ging mit Rehka und Kauhsilia zum Ohrenarzt. Er scheint mir meinen plötzlichen Abgang von vor einem Monat völlig verziehen zu haben, wir saßen da und machten Scherze, er sang Bollywood-Lieder und es war eine sehr lustige Sprechstunde. Im Krankenhaus sind die Türen allerdings offen, so dass die nächsten Patienten quasi mit in der privaten Audienz sind. Besonders wenn ich mit bin fällt das auf, alle reden mit von drinnen wie draußen. Nachdem der Arzt mir dann noch seinen rajasthanischen Heimatdialekt beibringen wollte, rebellierten doch einige Patienten von außen, sie wären in Zeitnot (Indien und Zeitnot??). Also, musste die etwas andere Sprechstunde abgekürzt und beendet werden.

Abends wurde dann Susannes Geburtstag gefeiert (und das Team-Meeting fiel aus!). Ich denke sie hat sich sehr über den Sari gefreut. Sie hat ein Vermögen für uns ausgegeben. Auf dem Dach standen Wein und Bier parat. Außer ein paar Zickeneinheiten von R., die ich allerdings persönlich nicht mitbekommen habe, war es ein sehr schöner Abend!

Jetzt ist es Morgen, ich habe schon Yoga hinter mir und springe nun unter die Dusche…bis später!

 

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