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Ganz ruhig und gelassen, friedvoll und still

Keine Angst, heute müsst Ihr nicht so viel lesen, ich denke dies wir ein geruhsamer Tag!

Das erste Mal seit Yogabeginn (nicht seit dem Entstehen von Yoga, dass wäre wohl etwas übertrieben zu behaupten, sondern seit dem Unterricht hier!) wurde ich durch den Wecker und nicht meine innere Uhr geweckt (was sehr angenehm war, denn meine innere Uhr geht vor). Yoga, Frühstück, Meditation auf dem Dach…bis jetzt lief alles sehr ruhevoll ab… E-Mails geschrieben, Koffer sortiert…immer noch alles friedlich… Der neue Pavillon wir aufgebaut, deshalb Mittagessen im Zimmer…rundum Frieden und Ruhe…

 Heute war der erste Tag des neuen Theater-Workshops. Wir haben 4 neue Mädels von denen ich befürchte, dass 2 morgen nicht mehr da sind, da sie von ihren Freundinnen mehr oder weniger gezwungen wurden mitzumachen. Aber ich bleibe ganz ruhig…

 Wobei morgen geht wahrscheinlich eh nichts, es ist nämlich ein neuer Generalstreik angesagt. Mal schaun, wen und was das morgen betrifft. Eigentlich wollte ich mit Kati morgen zum Clocktower. Ganz ruhig…

 Susanne hat Geburtstag und wir wollten einen Sari für sie besorgen…wir werden sehen… Ja, der Workshop…eine entpuppte sich als richtiges Talent, eine andere ist auch sehr gut, eine traut sich noch nicht so richtig und die vierte fühlt sich völlig fehl am Platz und zeigt dies auch. Sie kichert ständig und zieht die anderen mit ins Albernsein rein.  Bleib ruhig…schließlich es ist ja erst der erste Tag und die Mädels standen alle noch nie auf der Bühne! Eine andere junge Frau kam an und entschuldigte sich, da ihr Mann es ihr verboten hat am Schauspiel teilzunehmen, könnte sie nicht wie geplant dabei sein. Sie war ganz traurig und genickt. Nähen darf sie, aber Theater ist ihm suspekt…Ohmmmm, ja ich bin ruhig, ganz ruhig!

 Im Boarding House ging es ruhig zu, außer, dass, wie gestern, Tränen flossen, da Renate am Sonntag fliegt…Montag wird ein Traum: 15 weinende Mädchen, die aus Trotz und Trauer nicht auf die Clowns (mit Kompetenz) hören wollen… Wir haben vor, mit Hilfe eines Plakats und Bildern ihnen zu erklären, dass wir alle gehen werden und dass das nicht schlimm ist. Vielleicht traurig, aber man trägt den anderen im Herzen…wie auch immer, wir müssen uns am Wochenende mal zusammensetzten, wie wir das gestalten wollen! Nyrmella kam heute auf mich zu. Ob ich Interesse daran hätte Hindi zu lernen. Es wäre ganz leicht und in einer Woche mit je einer Stunde üben bei ihr würde ich es können…ja klar, voll leicht…quasi leichter als leicht…ähhh. Und was habe ich gesagt: „Ja, klar!“ Was hab ich mir da eingebrockt!?!? Aber richtig durchzuführen ist das eh nicht, da Kati ja die Zeit allein mit den Mädchen wäre… Ich soll in einer Woche Hindi lernen, um es dann den anderen Voluntären beizubringen, damit wir dann den Kindern bei den Hindi und Computer-Hausaufgaben helfen können! Ja, natürlich, die Schrift zu lernen ist ja noch einfacher als die Sprache überhaupt erst mal zu sprechen… Also Leute, in 1 Woche werde ich mit Aussprache und Schrift als Inderin durchgehen (selbstverständlich ebenso mit meinem indischen Aussehen, wegen dem ich eh schon immer angesprochen werde und mir keiner glauben will, dass ich aus Deutschland komme…). Jetzt bin ich aber aufgeregt…und friedlich friedsam ruhig…

  Gegen ein kleines Steikchen hätte ich morgen gar nichts auszusetzten, etwas schade wäre nur, dass wir dann auf eine richtige Geburtstagsfeier verzichten müssten (so mit allem was dazu gehört halt). Ist ja schon etwas egoistisch, dass ich zuerst an mich denke und meine Bier -und Weingelüste, die dann morgen nicht befriedigt würden, anstatt an die arme Susanne, die ja feiern will…Soooorryyy (indisch laaaanggezogen, mit der richtigen Geste dazu, nämlich, jeweils Daumen und Zeigefinger an einem Ohrläppchen und zukneifen)!! Jetzt darf man mich ruhig (!) schelten…(Ha, ha, ha, immer diese Wortwitze, die werde ich dann bald auch in Hindi machen können…)

 Diesen doch sehr geruhsamen Tag werde ich nun mit einem Gangster-und Drogenfilm beschießen, äh beschließen, bis morgen, Namaste…

 

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